Schmayton in Iowa
Mein Auslandsjahr an der University of Iowa

Let’s talk about boooooze!

Als ich gerade eine Dose Bier in den Kühlschrank gestellt habe, kam mir die Idee, dass Alkohol doch ein wunderbares Thema für einen neuen Eintrag wäre. (Bei dem Bier handelt es sich übrigens um ein Coors. Ich würde das Bier nicht unbedingt empfehlen, aber was will man machen, wenn man noch über 20 Dosen übrig hat.)

Alkohol ist hier in Iowa City ein großes Thema. Der Daily Iowan, die Studentenzeitung der Uni (übrigens die beste und professionellste, die ich bisher gesehen habe), berichtet mehrmals wöchentlich über “alkoholische” Themen. Meistens geht es darum, wie die Polizei versucht, dem binge drinking (= Saufen) Herr zu werden. Erhöhte Polizeipräsenz in den Bars sind das beliebteste Rezept der Cops. (Die Polizei ist hier sowieso ein Thema für sich. Da muss ich nochmal einen eigenen Eintrag zu schreiben)

Auch von der Uni habe ich schon mehrere Mails erhalten, die mich freundlich über die Gefahren des Alkohols aufklärten. Studienanfänger müssen zusätzlich Kurse belegen, die über den verantwortungsvollen Umgang mit dem Dämon Alkohol aufklären.

Es zeigt sich, dass gerade unter den jüngeren Studenten ein ziemlich großer Bedarf besteht, sich mehrmals wöchentlich mal so richtig die Kante zu geben – und das durch entsprechendes Verhalten auch alle Welt wissen zu lassen. Wobei ich mich frage, wie manche so voll werden können, obwohl sie den ganzen Abend nur Light Bier (übersetzt: Wasserbier) trinken.

Da die Innenstadt hier nicht besonders groß ist, dafür aber zu einem großen Teil aus Bars besteht, treffen in schöner Regelmäßigkeit betrunkene Studenten aufeinander, die nach der letzten Runde Bier ihr Probleme dann auf die einfache Art lösen wollen. Das Resultat der Kneipenabende lässt sich wenige Tage später in der Zeitung nachlesen, wo jeder Delinquent gnadenlos mit Namen und Anschrift notiert wird. Meine Lieblingseinträge darunter sind die von dieser Sorte:

John Doe, 22, Melrose Avenue, was charged Saturday with public urination. Irgendwie schon ein bisschen peinlich…

Obwohl das vielleicht so rüber kommt: Ich will nicht sagen, dass Iowa City eine Stadt voller Besoffener ist, aber man sieht schon, dass einige Jungs und Mädchen die erste Zeit fern der elterlichen Aufsicht in vollen Zügen genießen. Vielleicht wird ihnen auch zu wenig Alternativprogramm geboten, dass zumindest an manchen Abenden den Alkoholkonsum begrenzt.

Die häufig sehr günstigen Bier-Angebote in den Ü-21-Bars machen den Downtown-Bereich aber auch für die älteren Studenten durchaus attraktiv. Und was besonders schön ist: Wenn Football-Samstag ist, sind die strengen Alkohol-Regeln (z.B. kein Bier auf offener Straße) teilweise außer Kraft gesetzt.

Nun aber genug Theorie. Ich schreiten zur Praxis. Mein Coors ist kühl…

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One Response to “Let’s talk about boooooze!”

  1. ganz stark,junge! sauf sie untern tisch ;) !!!
    aber schade,dass das coors nicht schmeckt…bei dieser genialen werbung..!


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